Tamagotchi (und Ähnliche) von 1996 bis 1998 – Nostalgie-Seite

Hier laufen die Taschentiere der Neunziger weiter: jedes als Originalprogramm auf einem nachgebauten Prozessor, rund um die Uhr und in Echtzeit. Ein Care-Bot drückt die Tasten, füttert, räumt auf, macht nachts das Licht aus und zieht gezielt bestimmte Charaktere groß. Zuschauen darf jeder, anfassen niemand.

Alle Geräte laufen nativ mit TamaLIB – außer dem Pocket Pikachu, der einen anderen Prozessor hat (Mitsubishi M37520) und dafür einen eigenen Kern nach dem Vorbild von BrickEmuPy bekommen hat. Der Quelltext liegt auf GitHub. Die ROMs sind aus rechtlichen Gründen nicht dabei.

Gerade keine Verbindung – die Tiere laufen weiter, die Seite versucht es erneut.

Die Geräte im Überblick

Tamagotchi P1

Das erste Tamagotchi von Bandai, hier in der weltweiten Fassung von 1997. Aus dem Ei schlüpft Babytchi; wie gut man es pflegt und erzieht, entscheidet, welcher von sechs Erwachsenen daraus wird.

Der Bot füttert, spielt, räumt auf, gibt Medizin und schimpft – oder lässt es mit Absicht, wenn das Ziel einen schlecht erzogenen Charakter verlangt.

Tamagotchi P1 (Japan)

Das erste Tamagotchi in der japanischen Fassung vom November 1996: dasselbe Programm wie die weltweite Ausgabe, mit japanischen Bildern.

Der Bot pflegt es wie die weltweite Fassung.

Tamagotchi P2

Die zweite Generation von 1997: neue Charaktere und ein neues Spiel, in dem man rät, ob die nächste Zahl höher oder niedriger ist.

Der Bot pflegt es wie die erste Generation; das Spiel gewinnt er, weil die nächste Zahl schon im Speicher steht.

Tamagotchi Angel

Tenshitchi no Tamagotchi von 1997: der Engel eines verstorbenen Tamagotchi. Er lebt von Süßigkeiten und Gebeten, fürchtet Fledermäuse und hat einen Sensor im Gehäuse, auf den man klopft.

Der Bot hält die Angel Power im richtigen Bereich, lobt die Gebete und vertreibt die Fledermaus.

Tamagotchi Morino

Mori de Hakken! Tamagotch von 1998, das Tamagotchi aus dem Wald: ein Insekt, das sich verpuppt. Was aus dem Kokon schlüpft, hängt an seiner Temperatur und an dem, was die Larve gefressen hat.

Der Bot füttert, wärmt oder kühlt den Kokon und klopft, wenn ein Fressfeind kommt.

Tamagotchi Umino

Umi de Hakken! Tamagotch von 1998, das Tamagotchi aus dem Meer. Das Wasser wird schmutzig, Fressfeinde lauern, und sein Gewicht entscheidet mit, was aus ihm wird.

Der Bot wechselt das Wasser, vertreibt die Feinde und steuert das Gewicht.

Tamagotchi Mothra

Das Mothra-Tamagotchi von 1997 zum gleichnamigen Film: Man zieht die Riesenmotte groß und hält sie davon ab, Türme umzuwerfen.

Der Bot pflegt sie und schimpft, sobald sie einen Turm angreift.

Tamagotchi Genjintch

Genjintch von 1997: ein Urmensch als Tamagotchi. Er töpfert und will dafür gelobt werden.

Der Bot pflegt ihn und lobt im richtigen Moment.

Tamagotchi Tamaotch

TamaOtch von 1998, entstanden mit der Schauspielerin Tamao Nakamura: ein Tamagotchi, das Schauspieler werden will. Es übt, und sein Publikum entscheidet mit.

Der Bot pflegt es, lässt es üben und gewinnt die Spiele.

Tamagotchi Yasashii

Yasashii Tamagotch, das sanfte Tamagotchi für kleine Kinder: kein Menü, sondern eine eigene Taste für jede Aktion. Dafür nimmt es schon nach gut zwei Minuten übel, wenn niemand kommt.

Der Bot drückt für jede Bitte die passende Taste.

Digimon V1

Digital Monster Ver. 1 von 1997, das Digimon-Gerät: ein Monster, das trainiert und kämpft. Pflegefehler, Training und Überfüttern entscheiden über die Entwicklung, bis hin zu Metal Greymon.

Der Bot füttert, trainiert, heilt und kämpft gegen einen gedachten Gegner, der immer verliert.

Digimon V2

Digital Monster Ver. 2 von 1998: dieselbe Technik wie die erste Version, mit anderen Monstern und einem Training, bei dem ein Kraftbalken im richtigen Augenblick angehalten wird.

Der Bot trifft den Balken auf die Hundertstelsekunde und kämpft gegen einen gedachten Gegner.

Digimon V3

Digital Monster Ver. 3 von 1998, wieder mit eigenen Monstern. Trainiert wird hier durch schnelles Drücken.

Der Bot drückt schnell genug und kämpft gegen einen gedachten Gegner.

Pocket Pikachu

Der Pocket Pikachu von Nintendo, März 1998: ein Schrittzähler, in dem Pikachu wohnt. Je 20 Schritte gibt es ein Watt; wer läuft und Watt verschenkt, wird gemocht.

Der Bot lässt das Pendel schwingen, zwei Schritte in der Sekunde, und verschenkt abends die Watt. Nachts schläft Pikachu, dann ruht auch der Bot.